Jazz und Poesie füllte den Saal

Veröffentlicht: Dienstag, 14. Februar 2017 Geschrieben von Detlef Lang

Lesung und Live-Musik mit Buchhändler Sprink und Band Ephatha: gute Unterhaltung

Sorgte für den musischen Teil: Die Kirchenkreis-Band Ephatha spielte beim Literatur- und Kunstkreis Uslar im evangelischen Gemeindehaus. Foto: nh
Sorgte für den musischen Teil: Die Kirchenkreis-Band Ephatha spielte beim Literatur- und Kunstkreis Uslar im evangelischen Gemeindehaus. Foto: nh

USLAR. In warmen Farben erstrahlte die Bühne des evangelischen Gemeindehauses an der Kreuzstraße. Der Literaturund Kunstkreis Uslar hatte unter dem Titel „Ein Wogenzug von wilden Schwänen“ zu Jazz und Poesie eingeladen und knapp 100 Zuschauer waren gekommen und füllten alle Plätze.

Entnommen ist der Titel einem Gedicht der Schriftstellerin Christa Reinig, mit dem der Dasseler Buchhändler Heinrich Sprink nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Justus Pahlow den Abend eröffnete.

Weiter ging es mit einer treffsicheren Mischung aus Texten bekannter und weniger bekannter Autoren wie Eva Strittmatter und Mathias Claudius. Besonderen Anklang beim Publikum fand das heitere und zudem nachdenklich stimmende Bilderbuch „Der Bär, der nicht da war“ von Oren Lavie.

Es war Heinrich Sprinks Textauswahl, die das Publikum überzeugte. Der Buchhändler ist ein ausgewiesener Kenner zeitgenössischer Literatur. Er platzierte die Texte gekonnt abwechslungsreich im Programm, so dass die Zuhörer sowohl ernste und dichte als auch gelöste und witzige Momente erlebten.

Die musikalische Gestaltung lag in der Hand der achtköpfigen Gruppe „Ephatha“, der Band des Kirchenkreises Leine-Solling. Sie setzte einen gekonnten Gegenpol zu Sprinks Texten und unterhielt mit Jazz. Der kam mal in geläufigen Melodien daher wie der lockeren Bossanova „Night and Day“ von Cole Porter, mal in weniger geläufiger und leicht schräger Form wie in dem Stück „Prince Of Darkness“ von Wayne Shorter.

Ralf Jasper, zweiter Vorsitzender des Literatur- und Kunstkreises und Bassist der Band „Ephatha“, äußerte sich zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Er zeigte sich erfreut, dass so viele Leute gekommen waren. Landläufig bestünde ja die Ansicht, so Jasper, dass Jazz eher kein größeres Publikum anlocken könne. Aber in der Verbindung mit einer guten Textauswahl habe man im Gemeindehaus eine dichte Atmosphäre erleben können.

Schon diese Woche geht es weiter beim Literatur- und Kunstkreis: Er lädt für Samstag, 18. Februar, ab 20 Uhr in den Kulturbahnhof ein: Derbekannte Kabarettist Reiner Kröhnert tritt auf. (bf)

Quelle: HNA - Sollinger Allgemeine vom 14. Februar 2017

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