Nacht der Kultur lockt in die Stadt

Veröffentlicht: Montag, 24. September 2018 Geschrieben von Detlef Lang

Publikum genoss Musik, Feuerkunst und Wasserspiele

Feuerkunst im Regen: Ronja vom Feuer-Jonglage-Duo Oscula per Ignem beendete das Programm im Forstgarten. Foto: Glenn Röber
Feuerkunst im Regen: Ronja vom Feuer-Jonglage-Duo Oscula per Ignem beendete das Programm im Forstgarten. Foto: Glenn Röber

USLAR. Eine volle Kirche, Lesungen vor besetzten Reihen, Ausstellungen und mehrere hundert Besucher in der Stadt. Die 11. Nacht der Kultur in Uslar startete zwar langsam, zeigte dann aber ein erstklassiges Programm.

Wer sich um 18 Uhr durch die Stadt bewegte, suchte noch nach der Nacht der Kultur. Viele nutzten die frühe Abendstunde, um sich im ehemaligen Café Lücke mit Kürbis- und Gulaschsuppe zu stärken und die Bilder der Sollingknipser anzusehen. Um 19 Uhr wurde es dann voll.

Der Gospelchor freute sich über gefüllte Kirchenbänke in St. Johannis. Ebenso voll war es bei Daniel von Trausnitz, Schauspieler, Sprecher und Autor aus Göttingen, der im Gewölbekeller des Rathauses aus seinem Buch „Mondscheinsonate“ las und bei Albrecht Gralle aus Northeim bei seiner Lesung im Klöntreff.

In der Halle des Alten Rathauses erlebten die Besucher Musik und die Seeräuber-Jenny aus der Dreigroschenoper von Brecht, dargeboten von der polnischen Gästegruppe „Adam Bondarenko und Freunde“, die mit viel Applaus belohnt wurden.

Zu späterer Stunde eroberte Daniel Küper sein Publikum in der Kirche mit seiner zehnseitigen Gitarre. Küper, der aus Argentinien stammt, ist auf der ganzen Welt erfolgreich und lebt in Heisebeck. Auf der Rückseite der Kirche zeigte Florian Rexroth seine Installation „Bäume der Stadt“. Dazu war hinter einem Baum mit einem Hubwagen ein hohes Tuch aufgespannt worden. Rexroth, der in Uslar lebt, ist ein international bekannter und preisgekrönter Fotokünstler. Einige seiner Arbeiten waren gleichzeitig im Museum zu sehen.

In der Stadtbücherei freute man sich über neue Gesichter in der Plakatausstellung zu Frauenrechten. Andrea Vaupel, die sich mit ihrem Handarbeitsgeschäft seit Jahren an der Nacht der Kultur beteiligt, zeigte Taschen aus Stoff, bei der Feuerwehr freuten sich die Gäste über Wasserspiele. Den Abschluss machte Ronja vom Feuer-Jonglage Duo „Oscula per Ignem“ im Forstgarten und trotzte mit vielen Zuschauern dem Regen. (zyp)

Viel Applaus: In der Rathaushalle überzeugten die Gäste aus Schlochau mit Musik. Foto: Gudrun Porath
Viel Applaus: In der Rathaushalle überzeugten die Gäste aus Schlochau mit Musik. Foto: Gudrun Porath
Baumkunst: Eine Riesenleinwand hatte Florian Rexroth zwischen Kirche und Baum gespannt. So wurde der Baum zum Kunstwerk. Foto: Gudrun Porath
Baumkunst: Eine Riesenleinwand hatte Florian Rexroth zwischen Kirche und Baum gespannt. So wurde der Baum zum Kunstwerk. Foto: Gudrun Porath
Gemütlich: Albrecht Gralle las aus „Es riecht nach Himmel“. Foto: Gudrun Porath
Gemütlich: Albrecht Gralle las aus „Es riecht nach Himmel“. Foto: Gudrun Porath
Andächtig: Dem Gospelchor lauschte ein großes Publikum in der warmen St. Johanniskirche. Foto: Gudrun Porath
Andächtig: Dem Gospelchor lauschte ein großes Publikum in der warmen St. Johanniskirche. Foto: Gudrun Porath

Quelle: HNA - Sollinger Allgemeine vom 24. September 2018

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