"Deutschboden - eine teilnehmende Beobachtung"

2012
Datum: Freitag, 2. März 2012 20:00

Veranstaltungsort: Historisches Rathaus Uslar  |  Stadt: Uslar, Deutschland

Von Uslar liest in Uslar

Moritz von Uslar über Begegnungen mit Menschen und den Alltag in Ostdeutschland

Moritz von Uslar (Foto: nh)
Moritz von Uslar (Foto: nh)

USLAR. Auf Einladung des Literatur- und Kunstkreises Uslar kommt Moritz von Uslar am Freitag, 2. März, in die Stadt seines Namens. Der in Köln geborene Journalist und Buchautor liest ab 20 Uhr im Gildesaal des Rathauses und will gängigen Klischees über Ostdeutschland auf die Spur kommen.

"Deutschboden" ist der Titel seines Buches – nennt man es nun Langzeitreportage, oder ist es doch eher ein Roman? Der Untertitel – eine teilnehmende Beobachtung – trifft es gut. Die Beschreibung des ganz normalen Provinzstadtalltags gelingt Moritz von Uslar in seiner eigenen geradlinigen und direkten Sprache. Er hat sie kennen gelernt, mit ihnen gelebt, mit den Menschen in Hardrockhausen, der Kleinstadt in Ost-Brandenburg, wo an der Landstraße stadtauswärts jener Wegweiser steht. Zehdenick heißt das Städtchen, das in von Uslars Roman Oberhavel genannt wird.

So entstand das erste moderne Buch über Ostdeutschland. Es ist keine journalistische Aufarbeitung der deutschen Geschichte. Man mag es vielmehr als literarische Betrachtung deutscher Befindlichkeiten lesen.

Leben in der Provinz

Dem "Reporter" – so spricht der Autor abschnittsweise von sich selbst – geht es um subjektive Wahrhaftigkeit, nicht um sachliche journalistische Recherche. Drei Monate hat Moritz von Uslar in der brandenburgischen Provinz verbracht. Auf der Straße und den speziellen Treffpunkten, an der Aral-Tanke, in den Kneipen, Eisdielen und Sportclubs, mit den Rockmusikern der Band "5 teeth less" und anderen ganz normalen Leuten aus Oberhavel, er nahm teil an deren Alltag, hörte zu und hielt alles fest.

Sein Roman ist eine teilnehmende Beobachtung auf der Suche nach dem Leben jenseits der Klischees, die Hartz IV, Alkoholismus, Abwanderung und Rechtsradikalismus heißen.

Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von zehn Euro (ermäßigt acht Euro) in der Buchhandlung Henze, Telefon 05571-2806, und der Touristik- Information im Alten Rathaus, Telefon 05571 - 307220. (bf) Foto: nh

 

Eintritt
8,00 € / 10,00 € (MG / Normal)
Adresse
Lange Str. 1
37170 Uslar, Deutschland

 

Karte


 

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  • Freitag, 2. März 2012 20:00

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