Liederabend rührte zu Tränen

Veröffentlicht: Mittwoch, 06. April 2016 Geschrieben von Detlef Lang

Tenor Alec Otto und Pianistin Sabine Weyer überzeugten bei Konzert in Friedenskirche

Liederabend rührte zu Tränen
Sie kamen gut an beim Uslarer Publikum: Alec Otto und Sabine Weyer beim Liederabend des Literatur- und Kunstkreises in der Friedenskirche. Foto: Röber

USLAR. Als ein wahres Juwel wurde der Liederabend "Hör ich das Liedchen klingen" am Sonntagabend in der Friedenskirche empfunden, das der Literatur- und Kunstkreis veranstaltete. Das ergaben Befragungen im Publikum. In der Tat verzauberten Alec Otto mit berührendem Gesang und Sabine Weyer, einfühlsam und souverän gestaltend am Flügel, das streckenweise atemlos lauschende Publikum.

Mit Schumanns "Dichterliebe" und später mit Liedern von Beethoven und Liszt "wurde ich auf eine Reise mitgenommen, die ich nicht vergessen werde", sagte ein begeisterter Kammermusikneuling im Anschluss. Das gelegentlich sogar selbst "singende" Klavierspiel der preisgekrönten Pianistin aus Luxemburg erzählte der Zuhörerschaft gleich ganze Geschichten.

Kraftvoll in der Höhe

Der in Südafrika geborene und auch dort ausgebildete Tenor klang ausdrucksstark in allen Nuancen: von den zartesten bis zu den heftigsten Passagen, kraftvoll auch in der Höhe und sanft, sehnsüchtig und warm in den tieferen Lagen. Selbst in den stillen Momenten sang er bei aller Leichtigkeit mit einer solchen Intensität, dass mehr als nur ein Zuhörer zum Weinen gebracht wurde vor lauter Ergriffenheit.

Die neben aller vitalen Fülle gelegentlich verträumt und paradiesisch anmutenden Klänge des Klaviers unterstützten diese Innigkeit. Beiden Künstlern war ihre Ehrerbietung vor der Musik und ihre Freude am Miteinander der Gestaltung anzumerken.

Lob für die gute Akustik

Alec Otto äußerte sich nach dem Konzert erfreut zu der Akustik des Raumes, die es möglich machte, so leise und intensiv und dennoch überall hörbar zu singen. Das kundige, teilweise von auswärts angereiste Publikum, es waren fast 60 gekommen, bedankte sich bei den Künstlern mit lang anhaltendem Beifall und mehrmals mit Applaus im Stehen.

Zwei Zugaben erfüllten dann auch den Wunsch nach "mehr". (bf)

Quelle: HNA - Sollinger Allgemeine vom 06. April 2016

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